Seit nun schon ein paar Jahren begleitet mich eine DJI Mini 2 Drohne auf unseren Reisen. Die Möglichkeit, Städte und Landschaften aus einer anderen Perspektive zu betrachten, hatte mich schon lange fasziniert. Egal ob in Südafrika oder in den Bergen – überraschenderweise hatte ich in all den Jahren nie einen Unfall mit der Drohne. Das sollte sich nun ändern.

Nach einem kurzen, aber intensiven Aufstieg zur Burg Hocheppan war es Zeit für einen kleinen Rundflug. Auf einmal zuckte das Bild, und ich sah nur noch Tannennadeln in der Nahaufnahme – die Drohne hing im Baum. Der nächste Hügel war doch näher gewesen als gedacht.

Ich wähnte sie schon ganz verloren, aber dank der integrierten Lokalisierung und einer halben Stunde Fußmarsch durch das Dickicht eines Berges konnten wir sogar den Baum lokalisieren, in dem sie festhing. Leider war er gute 30 Meter hoch – keine Chance, hinaufzuklettern. Alle Versuche, mit Ästen die Drohne „abzuwerfen“, scheiterten, und so blieb nur die Möglichkeit, noch einmal die Videos und Fotos herunterzuladen und die Drohne sich selbst zu überlassen.

In dieser traurigen Situation begeisterte dann der DJI-Kundenservice, der mir – obwohl komplett eigenes Verschulden – einen großzügigen Rabatt auf eine neue Drohne einräumte.

Zurück in Hamburg begann ich, die verbliebenen Zubehörteile zu verkaufen. Dann, eines Morgens im Juli, erreichte mich eine E-Mail von der Adresse uas@lab.de. Inhalt war eine weitergeleitete Nachricht von einem Südtirol-Urlauber, der doch tatsächlich meine Drohne gefunden hatte – und über die E-ID konnte das LBA (Luftfahrt-Bundesamt) meine Kontaktdaten ermitteln. Und es kam noch besser: Die Drohne funktionierte sogar noch einwandfrei. Der nette Finder schickte mir die Drohne nach einem kurzen E-Mail-Austausch zu. Was für ein Plottwist – und was für eine Freude über den ehrlichen Finder!

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